Laute

Laute

Laute, das ehemals so beliebte Saiteninstrument, der Gefährte der Troubadours, der Liebesritter der Improvisatoren. Sie tönte in warmen Sommernächten zur Serenade des Liebenden, erklang vom Balkone als Zeichen der Erhörung und des Liebesgeständnisses, lockte den Paladin in die schattigen Hainedes Parkes und war mit südlicher Romantik ebenso verschwistert, wie die Harfe mit der nordischen. – Jetzt ist sie in Deutschland selten; nur in Italiens und Andalusiens Auen ertönen noch ihre weichen Saitenschwingungen. Wahrscheinlich entstand ihre Form nach der griechischen Lyra. Der Hals ist lang, das Griffbrett dem der Guitarre ähnlich, der Bezug besteht aus Darmsaiten, die in 13 Chöre eingetheilt werden, wovon die zwei letzten einsaitig, die eilf übrigen aber doppelsaitig sind.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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  • Laute — auf einem Gemälde Hans Holbeins d. J. Die Laute (von arabisch ‏العود‎, DMG al ʿūd) ist ein Zupfinstrument mit Korpus und angesetztem Hals. Als Laute im engeren Sinn bezeichnet man die aus der arabisch …   Deutsch Wikipedia

  • Laute [1] — Laute, die articulirten, d. h. gegliederten Bestandtheile der menschlichen Sprache, welche die Elemente der Wörter sind. Dem Auge wahrnehmbar werden die L. durch Buchstaben ausgedrückt, daher Lautschrift. so v.w. Buchstabenschrift, im Gegensatz… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Laute — Laute: Der Name des Musikinstrumentes (spätmhd. lūte) führt über gleichbed. afrz. lëut (= frz. luth) und aprov. laiut auf arab. (mit Artikel) al ūd »Laute, Zither« (eigentlich »Holz«, dann »Instrument aus Holz«) zurück …   Das Herkunftswörterbuch

  • Laute [2] — Laute (ital. Liuto), ein Saiteninstrument, der Form nach einer Schildkröte ähnlich, deren hohler Theil (Decke) aus dünnen Streifen von hartem Holz zusammengesetzt ist; sie läuft mit dem darübergelegten flachen Resonanzboden nach dem Halse oval zu …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Laute [3] — Laute (Luvte), ein Schiff liegtinder L., wenn es an seiner Luvseite eine hohe Küste hat, welche es gegen den Wind schützt (Unterwindsland , auch Abrisenküste); ein Segel ist inder L., wenn es durch ein anderes den Wind verliert …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Laute [4] — Laute (lat.), herrlich, köstlich, z.B. L. leben, eine gute Tafel führen …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Laute — (arab. al oud, span. laud, ital. liuto, franz. luth, engl. lute, lat. [im 16.–17. Jahrh.] testudo), ein sehr altes Saiteninstrument, dessen Saiten (Darmsaiten) gezupft werden, wie die der heutigen Abarten der L., der Gitarre, Mandoline, Bandola… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Laute — (ital. Liuto), veraltetes, ursprünglich mit 4 5, später mit bis zu 24 Darmsaiten bezogenes Saiteninstrument [Tafel: Musik I, 14], dessen Spielart der der Gitarre ähnlich war. Die L. hat eine von der gewöhnlichen Notenschrift abweichende Notation …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Laute — (ital. liuto), sehr altes Saiteninstrument, das bis auf den gewölbten Körper in Form und Spielart der Guitarre sehr ähnlich war. Die 14 Darmsaiten des Instrumentes waren in Chöre abgetheilt; die 6 obern gingen über das mit Bünden versehene… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Laute — Sf erw. fach. (14. Jh.), spmhd. lūte Entlehnung. Entlehnt aus afrz. lëut, das seinerseits über das Spanische aus arab. al ʿūd, eigentlich das Holz , Bezeichnung eines Musikinstruments aus Holz, entlehnt ist.    Ebenso ne. lute, nfrz. luth, nndl.… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

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